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Ich bin Mama und was bin ich noch?

Heute wird mein Lütter schon 2 Jahre alt. Die letzten beiden Jahre sind wie im Flug vergangen. Gerade in den letzten 365 Tagen, habe ich mehrfach neue Mama-Rollen bekommen und definieren müssen. Und jedes Mal stellte ich mir die Frage: Ich bin  Mama und was bin ich noch?

Mit Sams ersten Geburtstag begannen auch die zwei Monate Elternzeit von Olaf. Das war meine erste neue Rolle als Mama. Denn bis dato waren Sam und ich die meiste Zeit alleine. Wir hatten unseren Alltag, der zwar nicht wirklich Struktur hatte aber wir haben uns gut arrangiert. Als Olaf dann mit zu Hause war, musst ich mich erstmal umgewöhnen. Der Papa war jetzt auch da, wir mussten uns mehr absprechen, ich konnte zwar auch mal häufiger etwas ohne Sam unternehmen, musste aber plötzlich auch mehr Wünsche respektieren und unter einen Hut bringen. Da ich ein wirklicher Gewöhnungsmensch bin, fiel mir das anfangs auch nicht so leicht. Aber irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt und dann war die Elternzeit auch schon wieder vorbei.

 

Olaf ging wieder arbeiten und ich war mit Sam weiterhin zu Hause. Mein Gewerbe als Fotografin hatte ich ja schon angemeldet, aber wirklich daran arbeiten konnte ich kaum, denn Sam kam jetzt in ein Alter, in dem er weniger tagsüber schlief und vor allem viel Input und Beschäftigung/Bewegung brauchte. Meine/Sams Krabbelgruppenfreunde brachten ihre Kinder mit einem Jahr in die Kita, so dass uns vormittags plötzlich die Spielpartner wegfielen. Wir mussten uns wieder einen neuen Alltag aufbauen. Wir kamen an einen Punkt, an dem wir das richtig gut hinbekommen haben. In der Zeit war ich eine richtig Vollzeit Mama, mit Leib und Seele. Die Definition war einfach. Wir standen morgens zusammen auf, frühstückten und gingen auf den Spielplatz. Dort trafen wir immer eine Gruppe von Kindern eines Tagesmütterzusammenschlusses. Sam gehörte bald quasi schon dazu. Wir aßen zusammen auf dem Spielplatz zu Mittag und er schlief auf dem nach Hause Weg im Buggy ein. Nachmittags ging es dann wieder auf den Spielplatz, diesmal mit den Freunden spielen. Dann nach Hause, Abendessen, Baden und ins Bett. Das war, dank des tollen Sommers, einfach schön. Aber mein "Was bin ich noch" blieb in der Zeit eher auf der Strecke. Das war auch ok, denn ich genoss die viele Zeit mit Sam und ich konnte sehen, wie er immer selbstständiger wurde und so hatte ich am Ende des Sommers ein sehr gutes Gefühl, als die Eingewöhnung in die Kita begann. Er benahm sich ja eh schon wie ein Kitakind.

 

Ein Monat sollte die Eingewöhnung insgesamt dauern. Sam war etwas schneller und so hatte ich plötzlich viel freie Zeit. Der Haushalt ohne Kind ging super schnell und leicht von der Hand und ich konnte mich endlich mehr mit meiner Fotografie und dem Geschäftlichen dahinter widmen. Ich war nun Mama und Selbstständige Fotografin. 

 

Das Ganze hielt aber nur kurz an, denn nach einem Monat fing auch auch wieder mit ein paar Stunden in meinem alten Hauptjob an. Jetzt war ich Mama, Biologisch-Technische Assistentin (BTA) und Familienfotografin. Das waren ein paar Monate, die mir nicht sehr viel Spaß gemacht haben. Die Zeit im Labor verging nur schleppend, gestresst war ich trotzdem immer, denn ich musste Sam ja pünktlich von der Kita abholen und für das Fotografieren, bzw. das Kundenwerben hatte ich nun wieder weniger Zeit. Ich war alles so ein bisschen und ich konnte nirgends meine ganze Energie reinstecken.

 

Seit Anfang des Jahres arbeite ich wieder 3 volle Tage im Labor, Sam ist nun länger in der Kita und an meinen beiden laborfreien Tagen kümmere ich mich um Lüttes Lächeln und den Haushalt. Das funktioniert ganz gut auch wenn ich gerne viel mehr Zeit ins Fotografieren  stecken möchte, habe ich mich erstmal damit arrangiert. Wenn Sam dann zu Hause ist, muss ich nicht mehr viel machen (außer vielleicht noch kochen) und kann mich dann voll auf meinen Lütten konzentrieren ohne die ganze Zeit darüber nach zu denken, was ich nicht noch alles erledigen müsste. Das ist ein tolles Gefühl. Jetzt bin ich Mama, BTA und Familienfotografin und ich kann zu gegebener Zeit immer meine volle Energie in den jeweiligen Job stecken.


Bei Instagram habe ich mittlerweile schon ein paar liebe Mamas kennen gelernt, die sich als Coaches für Mütter viel mit dem Thema beschäftigen. Die liebe Stephanie von Work and Family, Hannah Drechsler oder aber auch Imke von Mutterhelden.

 

Ich glaube vielen Müttern fällt die Beantwortung dieser Frage gar nicht so leicht. Nach dem das eigene Kind auf die Welt gekommen ist, ist man erstmal nur Mama. Das ist auch gut so, denn diese winzig kleinen Wesen müssen ja versorgt werden und brauchen jede freie Minute, jede Energiereserve und all die Liebe, die wir nur aufbringen können. Und was soll ich sagen, davon haben wir Mütter unendlich viel mehr, als wir es im Vorfeld je hätten glauben können. Nicht nur die Geburt bringt unsere wahren inneren Kräfte zum Vorscheinen, sondern auch das Mama-Dasein, gerade in der Anfangszeit, in der der Lautstärkepegel über den Tag verteilt, dem eines Flugfelds gleicht und der Schlaf absolute Mangelware ist.

 

Aber irgendwann kommt die Zeit, da möchte man mehr als nur Mama sein oder man muss wieder mehr als nur Mama sein, da die Kinder groß geworden sind. Ich denke, es ist unendlich wichtig für uns Mütter einen Weg zu finden, bei dem wir all unsere Rollen zusammenbringen können ohne das Gefühl haben zu müssen uns zu zerreißen oder irgendeiner Rolle nicht gerecht zu werden. Wir sind nicht nur Mütter, wir haben so viele Facetten und wir lieben und leben jede einzelne davon. Das sollten wir nie vergessen. 

 

Alles Liebe

Eure Fotografin-Silke

 

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