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Was bedeutet Glück?

Ist Glück großer Reichtum? Oder seine große Liebe zu finden? Wird man glücklich, wenn man in der Karriereleiter ganz nach oben gekommen ist oder eine Familie gründet mit Haus, Garten und Hund?

 

Sarah Lesch singt in einem ihrer Lieder "Und wenn du mich fragst, was ist das Schwierigste und das Einfachste zugleich? Dann würde ich dir sagen glücklich sein und der Definitionsbereich."

 

Erst wenn wir erkennen und definieren können, was uns wirklich glücklich macht, können wir auch glücklich sein. Und manchmal erkennt man dann auch erst, dass man schon längst glücklich ist.

 

Diese Definition für sich zu finden ist wirklich gar nicht so einfach. Denn wir werden so stark von unserem Umfeld beeinflusst. Wir bekommen Prägungen von unseren Eltern und hören auf unsere Freunde und unseren Partner. Dabei vergessen wir oft, dass deren Definition von Glück nicht die gleiche sein kann wie unsere.

Oft leben wir nach dem Glück anderer. Das fängt vielleicht mit der Berufswahl an, bei der wir uns danach richten, was in den Augen unserer Eltern und Lehrer "gut" und vernünftig ist. Wir lernen etwas gescheites. Egal ob es wirklich das ist, was WIR wollen. Wir entscheiden uns für ein oder gegen einen Partner, weil unsere Eltern und Freunde ihn akzeptieren oder halt auch nicht.

Wir kaufen uns ein Auto oder ein Haus in der Vorstadt, weil man das mit Familie nun mal so macht. 

 

Natürlich trifft dies nicht auf alle gleichermaßen zu, aber ich denke jeder ertappt sich hin und wieder mal, dass er Dinge macht oder gemacht hat, weil es irgendwie von einem so erwartet wird.

 

Ich zum Beispiel, hatte schon in der 1. Klasse eine Vorstellung von meinen Traumberuf und das war damals Fotografin. Irgendwann kam noch die Idee, dass ich nach der Ausbildung ja noch ein Studium als Grafikdesignerin machen könnte. Denn immerhin war ich auf dem Gymnasium und wollte mein Abitur machen. Und mit Abitur studiert man ja.

 

In der 12. Klasse wurde mein Traum begraben. Ich machte ein Praktikum bei einem Fotografen. Der riet mir von meinem Plan ab. Nicht weil ich kein Talent hatte sondern weil man als Fotograf nur sehr schwer einen Ausbildungsplatz bekommt (die Fotografen wollen sich keine Konkurrenz großziehen) und weil 80-90 % der ausgebildeten Fotografen am Ende was komplett anderes machten und ich lieber einen Beruf erlernen sollte, bei dem man auch etwas verdient.

 

So machte ich etwas Vernünftiges. Ich machte eine Ausbildung als Biologisch-Technische Assistentin und später nebenberuflich meinen Bachelor in Molekularer Biologie. Ich arbeite nun seit 10 Jahren im Uniklinikum Hamburg Eppendorf in der Grundlagenforschung. Ein guter und solider Job, der mir auch sehr lange viel Spaß gemacht hat. Mit dem ich mich identifizieren konnte und der mich erfüllt hat. Nach meiner Elternzeit bin ich aber nicht mehr in dieses Gefühl gekommen.

Ich frage mich oft, warum ich das mache. Ich habe gemerkt, dass ich gerne Menschen helfen oder zumindest eine Freude machen möchte, mit dem was ich tue. 

 

Und weil ich in diesem Jahr am eigenen Leib erfahren musste, wie kurz ein Leben sein kann und nur wir für unser eigenes Glück verantwortlich sind, habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und für mich die Entscheidung getroffen etwas zu verändern. Ich weiß nicht, wohin es mich verschlagen wird und was es mir am Ende bringen wird. Aber ich muss mein Glück wo anders finden. Die Fotografie als Hauptjob ist immer noch in Planung, braucht aber einfach noch mehr Zeit und bis dahin möchte ich glücklich in meinem Hauptjob sein.

 

Viele Jahre habe ich hauptsächlich das gemacht, was andere für richtig hielten, weil man das halt so macht oder weil es sicher und vernünftig war. Es macht mich glücklich und stolz, dass ich nun den Mut habe meinen Traum auszuleben und mich einfach mal zu verändern.

 

Also was bedeutet Glück für mich? Ich würde sagen, da gibt es viele Dinge. Zeit mit guten Freunden zu verbringen, laut lachen über einen doofen Witz oder irgendeinen Quatsch, den mein Mann wieder mal macht, meinen Sohn beim Spielen zu beobachten und ihn schlafend im Arm zu haben voller Liebe und Urvertrauen zu mir.

 

Aber vor allem bedeutet Glück für mich, ich selbst sein zu können, meinem Bauchgefühl vertrauen zu können und das machen zu dürfen, das mich glücklich  macht.

 


 

 

"Gott, gib mir die Gelassenheit,

Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

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