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Kita Leben in Hamburg (Teil 2)

Die Kita wurde nun gefunden, und im August startete die Eingewöhnung. Obwohl mein Kleiner, zum Glück, ein sehr geselliges, kommunikatives und zutrauliches Kind ist, macht man sich ja schon so seine Gedanken. Wird er sich wohlfühlen, genug essen und wie zur Hölle soll er eigentlich da schlafen??? Einfach hinlegen und warten, bis er einschläft funktioniert ja nicht, da er nie von alleine zur Ruhe kommt und wir ihn eigentlich immer richtig festhalten müssen, bis er selber merkt, dass er ja hundemüde ist.

 

 

 

Ich war wirklich sehr gespannt, aber auch ziemlich entspannt, denn zum Einen ist er vom Charakter her nunmal ein Kitakind und kann gut mit Action umgehen und zum Anderen konnte ich ihn den ganzen Sommer über viel beobachten wie er mit anderen Kitakindern interagiert. Ich hatte ja das große Glück, dass wir in meinem 2. Elternjahr den Jahrhundertsommer schlechthin hatten (Spielplatzbräune lässt grüßen :-P). Alle Freunde von Sam sind mit 1 Jahr schon in die Kita gekommen (im März/April) und so hatte ich plötzlich keine Vormittagskontakte mehr (eine Sache, über die ich nie wirklich nachgedacht hatte, als ich mich für 2 Jahre Elternzeit entschied) und so musste mir neue Tagesabläufe für uns beide überlegen. Durch das Bombenwetter und dem Forscherdrang sind wir fast täglich auf einen nahgelegenen Spielplatz gegangen. Dort verbrachten wir die Vormittage, aßen auch Brot und Obst zum Mittag und auf dem Heimweg schlief er seelenruhig im Buggy ein.

 

 

 

Eltern von Kleinkindern wissen, wie anstrengend es sein kann mit den Lütten alleine auf einem Spielplatz zu sein, da man ja in dem Moment der einzige Spielpartner ist. Daher suchte ich mir einen Spielplatz aus, der vormittags gut besucht war, von Tagesmütter Zusammenschlüssen und Kitagruppen. Es waren immer mindestens 15 Kinder auf dem Spielplatz und mein Sohn hatte jede Menge Spielkameraden. Es dauerte ein wenig, bis er so richtig dazugehörte, da er für die anderen Kinder ja ein kleiner Fremder war, aber er hat sich nicht beirren lassen und ist immer wieder auf die Kinder zugegangen, hat gelernt zu teilen und auch seine Sachen zu verteidigen. Den gesamten Sommer konnte ich mir das anschauen, wie er sich immer mehr zum Kitakind entwickelte ohne je eine Kita von innen gesehen zu haben, er gehört einfach schon dazu.

 

 

 

Daher war ich davon überzeugt, dass es kein großes Problem mit der Eingewöhnung geben wird (außer vielleicht beim Schlafen...).

 

 

 

Da unsere Kita noch sehr neu und im Aufbau ist, war unsere Eingewöhnung auch etwas anders als normal. Am 1. August kamen wir zum Kennenlerngespräch, so wie nacheinander alle Kinder aus der Gruppe. Die gesamte Gruppe war neu und sollte eingewöhnt werden, selbst die Erzieherin hatte ihren 1. Arbeitstag. Ich konnte mir das nicht wirklich vorstellen, wie man so viele Kinder gleichzeitig eingewöhnen kann, aber es war wirklich gut organisiert. Die erste Woche war es noch wie in den Krabbelgruppen, in denen wir schon so oft waren. 4-5 Kinder plus Mama/Papa waren im Raum. Die Kinder spielten für sich, mit einander oder mit der Erzieherin und die Eltern hielten Klönschnack. Ab der 2. Woche begannen die ersten Trennungen, immer schön zeitversetzt, damit sich die Erzieherin immer nur um ein evtl. trauriges Kind kümmern musste. Die anderen Eltern waren noch im Raum und man konnte zusehen, wie gut sie sich um das Kind kümmerte. Sehr beruhigend, wenn man sieht, wie es ablaufen kann, wenn man aus dem Raum gegangen ist. Je nach Kind kam die erste Trennung früher oder später und die Ausweitung erfolgte schneller oder langsamer. Unsere Erzieherin hatte ein sehr gutes Gespür für die Kleinen. Mein Lütter war eine Woche nach der ersten Trennung schon über 3 Stunden da und nach einer weiteren Woche schlief er auch da. Was, aber wie zu erwarten, bei den ersten beiden Malen wohl noch etwas schwierig war, da er einfach nicht liegen bleiben wollte und durch den Raum rannte, obwohl alle anderen schon schliefen. Am 3. Tag hatten sie es aber schon geschafft, dass er sich einfach hinlegte und mit ein bischen Bauchstreicheln einschlief. Faszinierend, den Trick müssen sie mir unbedingt noch verraten :-D

 

 

 

Was macht man mit der neu gewonnen Freizeit?

 

 

 

Beim ersten Mal, bin ich nach Hause gefahren, war einkaufen, hab aufgeräumt, gesaugt, gewischt, Wäsche gemacht, hatte noch etwas Zeit zum Entspannen und bin wieder zur Kita gefahren. Das alles in 3 Stunden, ich war total geflasht, was man nicht alles schaffen kann ohne Kind. Heute z.B. sitze ich beim Bäcker, verfasse diesen Post, muss gleich noch ein Geburtstagsgeschenk und ein Hochzeitsgeschenk besorgen und Wäsche machen. Ab nächster Woche geht es wieder zur Arbeit. Zwar nur für 2x 4 Stunden, aber aufgergt bin ich trotzdem. Wie der 1. Arbeitstag nach fast 2 Jahren verlief, ezähle ich euch dann nächste Woche.

 

 

 

Habt einen wunderschönen Tag

 

Silke

 

 

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