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2018, du hast mich oft aus meiner Komfortzone geholt und viele neue Wege gezeigt.

Mit Kindern vergeht die Zeit wie im Flug und dieses Jahr fühlte sich an wie ein Düsenjettrip von 2017 nach 2019.

 

Nicht nur die Herausforderungen und neuen Aufgaben, die ein Leben mit einem Kleinkind so mit sich bringt, dürfte ich dieses Jahr kennen lernen. Sondern auch wie aus einer fixen Idee mit vielen Hätte, Könnte, Sollte ein Sprung in die Selbstständigkeit wurde. Mit der Erkenntnis, dass man als Fotograf in der Großstadt mehr Energie, Zeit und Geld investieren muss, als ich zunächst dachte. Aber dafür erfüllt es mich auch mit mehr Freude und Stolz als ich erwartet hätte. Und als wären das nicht genug Aufgaben und Herausforderungen, gab es noch ein paar eigens entworfenen Projekte, zu den Themen, Fotografie, Musik und Innenarchitektur.

 

Viel Spaß beim Lesen!


Jeden Tag ein Foto, 365 Tage lang - Mein Fotoprojekt 2017/2018


Diese 365 Tage Fotoprojekte werden gerne am 1. Januar gestartet, damit man auch am Ende des Jahres auch damit abschließen kann. Ich habe einfach mal mitten drin angefangen und zwar im Sommer 2017. Ich hatte mir während meiner Schwangerschaft vorgenommen in der Elternzeit mich mehr mit meiner Fotografie auseinander zu setzen und evtl. auch mehr in Richtung berufliches Fotografieren zu gehen. Als mein Lütter dann knapp vier Monate war, hab ich mit einer 365 Tage Fotochallenge begonnen. Jeden Tag ein Foto machen, bearbeiten und veröffentlichen. Dieses Projekt hat mich auch die Hälfte des aktuellen Jahres begleitet und mir kommt es jetzt schon wieder wie eine Ewigkeit vor. Im Januar hatte ich eine kleines Motivationstief, da fiel es mir sehr schwer jeden Tag mich auf ein Bild/Motiv zu fokussieren. Aber da ich regelmäßig sehr positiven Zuspruch von Freunden, Familien und auch Fremden auf meinem Instagram Account bekam, hat mich meine Motivation nie ganz verlassen und stieg mit jedem Tag mehr.

 


Dass ich mich ein Jahr lang so intensiv jeden Tag mit meiner Kamera und der Motivsuche und -gestaltung auseinandergesetzt habe, hat mich auch noch mehr darin bestärkt, die Fotografie irgendwie beruflich einbinden zu wollen. Wenn ihr dazu mehr sehen wollt, dann schaut euch nicht nur meinen privaten sondern auch gerne meinen Fotografieaccount bei Instagram an.

 

 

Am 12.07. war es dann so weit, mein letztes Bild für dieses Projekt war im Kasten und es war gleichzeitig eine Art Richtungsweiser für meine Zukunft.

Kind geht an der Hand von Mann durch den alten Elbtunnel
Das Finale Bild meiner 365 Tage Fotochallenge - Wohin geht die Reise?

“Komm wir machen diese Firma auf und die heißt Ja, Mann” - Der Sprung in die Selbstständigkeit

Meine gesamte Schulzeit lang wollte ich Fotografin werden, zwischendurch hatte ich lange gar keine Kamera mehr angefasst und zusammen mit der Geburt meines Sohnes habe ich endgültig mein ganz persönliches Fotografiethema, meine Leidenschaft gefunden. Familien zu fotografieren hat mir sofort einen riesen Spaß gemacht und mich jedes Mal mit so viel Glück erfüllt, dass ich beschloss, mich endgültig selbstständig zu machen. Ein Freund und diese Textzeile in einem Lied von Sarah Lesch gaben mir den letzten Motivations- und Mutkick. So bin ich also am 15.02., mit meinem Sohn natürlich (der ist einfach bei allem dabei :-) ),  zur Handwerkskammer gejuckelt, hab ein paar Blätter ausgefüllt und ein bisschen Geld da gelassen und Schwups, gehörte ich ab sofort zu den Gewerbetreibenden Fotografen in Hamburg. Das haben mein Sohn und ich auch gleich gefeiert. Das Abenteuer begann und ich habe es noch nicht bereut, ganz im Gegenteil. Es ist ein wenig wie Achterbahn fahren. Kurz bevor es los geht, bin ich immer etwas nervös. Wird alles gut laufen, hab ich an alles gedacht, hoffentlich mögen mich die Kinder und noch vieles mehr kommt mir in den Sinn. Aber jedes Mal wenn ich dann von einem Shooting nach Hause komme bin ich so euphorisch und glückselig, dass ich direkt die nächste Familie kennen lernen und ihre Liebe und ihr Wesen festhalten möchte.

 

Wer noch mehr über meinen Weg zum eigenen Gewerbe erfahren möchte, kann das gerne auf meiner “Über mich” Seite nachlesen.


Wir feiern ein Jahr Mama-Sein oder auch einfach der 1. Geburtstag von unserem Lütten

Ich kann kaum glauben, dass das wirklich dieses Jahr erst war… Wie aufgeregt ich war und wie schön dieser Tag und auch der Tag davor und das Wochenende danach waren.

 

Am Abend vor dem 1. Geburtstag, kam eine Freundin von mir zu Besuch und wir haben einen Kuchen mit Fondant dekoriert. Was ich mit ca 2 Stunden eingerechnet hatte, dauerte eher so 4 Stunden. Aber es hat sich gelohnt. Wir haben einen tollen Jungenkuchen mit einem dicken Teddybär geschaffen, der wirklich niedlich war.

Am eigentlichen Geburtstag kamen vormittags ein paar Freunde von meinem Lütten zu Besuch, wir waren insgesamt 5 Kinder und 6 Erwachsene und ich weiß nicht genau wer mehr Spaß an den Seifenblasen hatte, wir oder die Kinder...Meine Eltern kamen am Nachmittag noch vorbei und konnten mit den neuen Spielsachen ihres Enkels spielen. Am darauffolgenden Wochenende kamen auch die Oma, der Onkel, die Tante und eine gute Freundin der Familie aus NRW zu Besuch um den kleinen Mann nochmal zu feiern und zu beschenken. Wie viele Geschenke so ein kleines Kind doch bekommen kann...Unfassbar! Aber er hat sich über jedes Einzelne sehr gefreut. trotzdem haben wir einiges erstmal wieder versteckt und zu einem späteren Zeitpunkt wieder hervor geholt. Und was soll ich sagen, er hat sich wieder riesig darüber gefreut :-D

In 3 Monaten wird der Kleine schon zwei Jahre alt. Und da es hier den Rahmen sprengen würde euch alles zu erzählen, was wir so erlebt haben. Bekommt ihr einfach ein paar Fotos zu sehen. Ich hab auch versucht sie in chronologischer Reihenfolge zusammen zu stellen, damit man sehen kann wie groß er geworden ist. Wenn ich darüber nachdenke, wie wahnsinnig ich die Entwicklung im ersten Jahr fand, kann ich die Entwicklung im letzten halben Jahr kaum beschreiben. Von diesem kleinen Babyjungen, der seine ersten Schritte machte und ungefähr jedes Tiergeräusch, dass man sich vorstellen kann auf Kommando machen konnte, ist ein richtiges Kleinkind geworden. Das rennt, klettern, redet (ohne Punkt und Komma) und seinen eigenen Kopf hat und selbstständig werden möchte. Diese Entwicklung empfinde ich als noch viel großartiger, als die im ersten Jahr, denn jetzt kann er nicht nur motorisch mehr, sondern er wird immer mehr eine eigenständige Persönlichkeit.


1. Es kommt anders und 2. als man denkt - Von der Planung und der Umsetzung unserer gemeinsamen Elternzeit.

Der erste Geburtstag war auch der Startschuss von zwei gemeinsamen Monaten Elternzeit mit einem Mann. Wir hatten viele und große Pläne. Ich wollte unbedingt nach Ecuador reisen und meine Familie besuchen, damit diese den kleinen Sohnemann auch kennenlernen können. Und die teuren Flüge würden ja nie wieder so günstig für uns drei sein, als mit einem 1-jährigen. Und der Flug wahrscheinlich nie mehr so verhältnismäßig einfach. Denn ein Kind das nicht wirklich laufen kann, ruhig auf dem Sitz zu halten ist sicher leichter als einen 3-jährigen 11 Stunden zu bespaßen.

 

Ich hatte mir das alles schon so schön ausgemalt, da man von Ecuador auch sehr gut und günstig in die Nachbarländer hätte reisen können und mein Mann z.B. so gerne mal auf den Machu Pichu wollte.

 

Er wollte aber erstmal eine kleine Flugreise machen um zu schauen wie wir das als Familie so hinbekommen und vor allem der Kleine das mitmacht. Im vergangenen Jahr im November waren wir auf Kreta. Und was soll ich sagen, es war ein relativ entspannter Flug und übrigens auch ein sehr schöner Urlaub. Wieder zu Hause angekommen, wollte ich mich an die Planung machen, aber die Zweifel bei meinem Mann blieben und ich musste mir dann ehrlicherweise auch eingestehen, dass es Budgettechnisch nicht wirklich drin war.

 

Also, Plan B. Mit dem VW Bus rumreisen, Freunde besuchen, neue Orte kennenlernen und einfach als Familie zusammen sein.

 

Gut, dass wir Freunde kennen, die uns einen Bulli leihen konnten. Da die Elternzeit mittlerweile schon begonnen hatte und der besagte Freund den Bulli erst ab April angemeldet hatte, verbrachten wir den ersten Monat doch einfach nur zu Hause, als Familie. Auch sehr schön :-)

 

Der März neigte sich zu Ende und leider kam dann auch die Nachricht, dass der Bulli defekt ist und erstmal repariert werden müsse. Und man leider auch nicht sagen konnte, ob er rechtzeitig fertig wird…

 

OK, Plan C. Wir fahren zu den Großeltern nach NRW. Die sehen ihren Enkel ja nicht so oft auf Grund der Entfernung. So diesmal wirklich gesagt, getan. Vorher verbrachten wir noch einen kurzen All-in Urlaub in der Türkei, das günstigste was man halt so bekommen kann und auch noch eine Sonnengarantie hat.

 

In der Türkei konnten wir Sonne tanken, das Meer war noch zu kalt. Der Lütte aber war einfach nur happy; nackig im Sand spielen und kleine Hundewelpen streicheln.

 


Wieder in NRW gelandet, ging die Elternzeit weiter bei den Großeltern. Auch das war eine tolle Zeit für uns und vor allem für den Kleinen. Es gab vieles zu entdecken und da er gerade dabei war Laufen zu lernen, war die Größe des Hause und der Rundlauf durch alle Zimmer im EG ein absolutes Highlight.

 

Ich persönlich hatte eines ein wenig unterschätzt. Und zwar sind beide Großelternteile noch berufstätig und waren dementsprechend mind. den gesamten Vormittag gar nicht zu Hause. Sprich die Vormittage waren eigentlich wie zu Hause, nur anstrengender, da man nicht zu Hause war. Das Haus war natürlich nicht wirklich Kleinkind gerecht aufgebaut und man musste viel mehr hinter dem Lütten hinterher sein. Wo ich bei uns in der Wohnung auch ohne Sorge mal kurz aus dem Raum gehen kann, war das im Haus der Großeltern nicht wirklich möglich. Und auf dem Dorf gibt es auch nicht so viele Angebote für Krabbelgruppen oder ähnliches wie in einer Großstadt.

 

Dafür war es umso schöner zu sehen wie sich mein Sohn gefreut hat, wenn die Oma nach Hause kam. Da waren wir Eltern komplett abgeschrieben und konnten ganz in Ruhe unseren Kaffee trinken… :-P

 

Auch wenn ich mir unsere gemeinsame Elternzeit so komplett anders vorgestellt hatte, war sie wunderschön und ich möchte diese Zeit nicht missen.

 

Vielleicht fliegen wir ja beim nächsten Kind nach Ecuador :-P



Erwachsen werden heißt auch, zu begreifen, dass die Eltern nicht immer für einen da sein können.

Parallel zur gemeinsamen Elternzeit begann auch eine weniger schöne Zeit in diesem Jahr. Meine Mama ging mit Rückenschmerzen zum Arzt, wurde mit Verdacht auf Tuberkulose auf eine Infektionsstation überwiesen und musste dann nach weiteren Untersuchungen operiert werden. Die Diagnose war ein Lungentumor.

 

Mittlerweile, hat sie die OP gut überstanden, eine erste (und vielleicht auch letzte) Chemotherapie ebenfalls und die erste Kontrolluntersuchung war auch positiv. Alles in allem Glück im Unglück würde ich sagen.

 

Trotzdem war das Ganze ein Schock für mich, denn in meiner kleinen Welt blicke ich immer noch mit der Sicht eines Kindes auf meine Eltern. Sie werden immer für mich da sein. Aber so langsam komme ich doch in ein Alter, in der ich der Wahrheit ins Auge blicken muss, denn meine Eltern können nicht für immer für mich da sein. Der Gedanke ist erschreckend und noch viel Schlimmer als zu begreifen, dass meine Eltern nicht für immer für mich da sein können, war der Gedanke, dass sie ihren Enkel nicht aufwachsen sehen können, dass er sich vielleicht gar nicht an sie erinnern kann. Dass er vergisst wie sehr er von ihnen geliebt wird und wie glücklich er sie macht.

 

Nach der OP meiner Mama und auch während ihrer Chemotherapie, bin ich regelmäßig mit meinem Sohn zu Besuch gekommen, denn danach war sie immer etwas stärker, gesünder und lebensfroher. Er hat ihr ungeheure Kraft gegeben und das manchmal auch nur dadurch, dass sie ihn beim Spielen beobachtet hat.

 

Ich habe in dieser Zeit meine Kamera vermehrt dabei gehabt, denn ich habe gemerkt, wie wichtig es mir war, meine Eltern mit ihrem Enkel festzuhalten. Ich möchte ihm, wenn es nötig ist, irgendwann zeigen können, wie sehr er von seinen Großeltern geliebt wird. Diese ganze Geschichte hat mir auch Klarheit darüber gegeben, was Bilder für mich bedeuten, bzw. warum sie mir eigentlich so viel bedeuten.

 

Auch für die Feiertage, in der die ganze Familie bei uns zu Hause ist, wird meine Kamera dabei sein. Ich möchte diese gemeinsame Zeit festhalten und die Liebe, die die Räume erfüllen wird, bewahren.

 

Darauf freue ich mich schon sehr.



Kleine Instrumente für kleine Menschen - Warum ich angefangen habe Ukulele zu lernen

Nachdem ich mein Fotoprojekt abgeschlossen hatte, hat es keine Woche gedauert bis ich mein nächstes Projekt anfing. Ich hatte ja jetzt wieder Zeit :-D

 

Ich habe mir im Juli eine Ukulele gekauft.

 

Warum eigentlich eine Ukulele, wenn wir doch schon drei Gitarren von meinem Mann zu Hause haben?

 

Ganz einfach, ich habe schon mehrere Versuche gestartet Gitarre zu lernen, da ich das Instrument sehr schön finde und man es auch besser in einer Mietwohnung üben kann als z.B. Saxophon (das habe ich nämlich ca. 8 Jahre in meiner Schulzeit gespielt und eigentlich nie zu Hause geübt). Mit meinem Mann hatte ich ja auch gleich einen Lehrer zu Hause. Perfekt.

 

So habe ich angefangen die ersten Griffe zu lernen und musste dabei feststellen, dass mir die Gitarre irgendwie zu groß war. Ich kam einfach nicht richtig an die Saiten heran. Also holte ich mir eine Kindergitarre. Damit ging es besser, aber es war immer alles etwas verkrampft und ich die richtige Griffweise konnte ich mir auch nie merken. Also habe ich meine kleine Kindergitarre wieder verschenkt.

 

Im Juli war nun ein Freund meines Mannes zu Besuch, der sich 2 Monate Urlaub genommen hat um mit nem Bulli herumzureisen und sich ebenfalls eine Ukulele gekauft hat um sich auch musikalisch weiterzubilden.

 

Ich hatte seine Ukulele in der Hand, ließ mir 2 Griffe zeigen und legte los. Es fühlte sich gleich so richtig und so einfach an. Bevor er abreiste, war die Entscheidung schon getroffen. Ich lerne Ukulele.

Doch welches Instrument sollte man kaufen? Im Internet gab es so viele. Es sollte natürlich schnell gehen, wie so oft wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe. Ab ins Fachgeschäft, Beratung einholen? Nein, mein Mann sagte mir direkt, als Anfänger hört man eh kein Unterschied, egal ob ich auf einer 20€, 50€ oder 500€ teuren Ukulele spiele. Such dir eine optische hübsche aus. Das habe ich getan und liebe sie.

 

Ach ja und spielen kann ich auch schon ganz ok, würde ich mal behaupten. Das üben kommt immer noch zu kurz, aber nicht wegen der Nachbarn, sondern der mangelnden Zeit. Aber mal so 10 Minuten zwischendurch geht eigentlich immer :-)



Der 1. große Schritt in die Selbständigkeit meines Lütten - Jetzt wird er ein richtiges Kita-Kind

Zur Eingewöhnung in die Kita, hatte ich schon einen ganzen Blogartikel verfasst, aber nun sind auch schon ein paar Monate vergangen und ich kann rückblickend sagen, dass ich so glücklich darüber bin, dass mein Kleiner in dieser Kita, in dieser Gruppe, bei diesen Kindern und Erzieherinnen gelandet ist. Ich hatte ja schon erzählt, dass die Kita, in die wir jetzt gehen, im Internet nicht den allerbesten Ruf hat und ich mich aber trotz anfänglicher Zweifel und Bauchgrummeln entschieden habe, dem Ganzen eine faire Chance zu geben. Wir sind in einem neuen Standort, der erst im Juli 2018 eröffnet hatte.

 

Warum sollte es da also genauso sein wie in den schlecht bewerteten Standorten?

 

Die Anfangszeit war chaotisch. Alle Kinder der Gruppe wurden zur gleichen Zeit eingewöhnt, die Haupterzieherin hatte mit den Kindern zusammen ihren ersten Tag. Zwei weitere Erzieherinnen folgten erst Mitte August bzw. Anfang Oktober.

 

Keines der Kinder kannte den Ablauf von so einem Kita Tag.

 

Woher sollten sie auch wissen, wie das mit dem Essen läuft und wie kommt es dass man mitten am Tag plötzlich still auf seiner Schlafmatratze liegen soll, wenn um einen herum so viele tolle neue Spielsachen liegen?

 

Ich glaube das war für alle eine große Herausforderung und ich habe mit Eltern gesprochen, die ein schlechtes Gefühl hatten ihr Kind in dem Chaos zu lassen. Das kann ich auf jeden Fall verstehen, aber ich hatte zum Einen immer das Gefühl, man müsse dem Ganzen einfach ein wenig Zeit geben und zum Anderen hatte ich bei den Erzieherinnen sehr schnell ein sehr gutes Gefühl.

 

Dieses Gefühl hat sich letztendlich auch nur bestätigt. Nach jetzt 4 Monaten, ist diese Gruppe ein eingespieltes Team. Sie wirkt unfassbar harmonisch, obwohl so viele Kinder zwischen 1 und 2 auf einander treffen. Und die Betreuerinnen ruhen in sich, so dass man förmlich spüren kann, wie sich diese Ruhe und Gelassenheit auf die Kinder überträgt.

 

Es gibt sicher auch weniger gute Stunde und Tage, aber ich bin einfach froh meinen Sohn in einer so tollen Umgebung zu wissen. Und er hat auch schon 1-2 Kinder von denen er jeden tag erzählt, die er am Wochenende zu vermissen scheint und die ihn auch mit einem Freudestrahlen in der Kita empfangen.

 

Was will man mehr? Da stellte sich für mich auch gar nicht die Frage, ob wir nach unserem Umzug die Kita wechseln. Vor allem, da es kilometertechnisch kaum einen Unterschied macht.


Bagger, Sand und Steine: Ein Paradies für kleine Jungs oder der Umzug in ein Neubaugebiet

Das letzte Kapitel meines Jahresrückblicks fühlt sich nicht wirklich wie ein Rückblick an, denn irgendwie sind wir noch mitten drin.

 

Der Umzug im November, zum Glück nur innerhalb Hamburgs von einem Stadtteil in den nächsten.

 

Wir haben im Sommer einen Vertrag für eine Neubauwohnung unterschrieben, die wir Mitte November beziehen können sollten. Am 08.11. hatten wir den Schlüssel schon in der Hand. Wie aufregend! Die Wochen davor habe ich schon fleißig Kartons gepackt, was sich als nicht so leicht herausstellte, denn immerhin wohnten wir auch noch in der alten Wohnung und brauchten viele Dinge auch noch regelmäßig. Außerdem fehlt mir irgendwann der Platz um noch mehr Kartons zu stapeln. Zum Glück bekamen wir die Schlüssel eine Woche früher, so konnten wir im Vorfeld schon einiges an Kartons in die neue Wohnung bringen und dann am Umzugstag “nur” noch die Möbel zu transportieren.

 

Zum Glück erfuhren wir auch, das mein toller Plan (ihr merkt, ich liebe Pläne), mit dem Sprinter direkt über den Innenhof vor unsere Terrasse zu fahren, nicht aufgehen wird. Der Innenhof ist nicht für Autoverkehr gedacht, daher durften offiziell auch keine Auto drauf fahren. Weiterhin war auch nur der Innenhof gepflastert, die Auffahrt war noch eine komplette Baustelle.

 

Wohin also mit einem Sprinter in einem Hamburger Stadtteil, bei dem auf 100 Autos gefühlt 2 Parkplätze kommen?

 

Ich habe auf die Schnelle noch eine Halteverbotszone, inkl. Schilder organisiert, was zum Glück alles reibungslos funktioniert hat. Am Umzugstag, war trotzdem viel Chaos um die Parkplätze herum, da wir ja in ein Neubaugebiet gezogen sind. Und ähnlich wie schon in der Kita, alle Kinder gleichzeitig eingewöhnt wurden, zogen hier alle Nachbarn am gleichen Tag ein...Aber man ist ja kollegial und so haben wir uns mit unseren Sprintern irgendwie organisiert und nachdem die Bauarbeiter gegen 14/15 Uhr Feierabend machten und ihre Sprinter von der Auffahrt runter rollten, konnten unsere Sprinter doch noch in den Innenhof fahren und die schweren Dinge, wie Wasch- und Spülmaschine direkt in die Wohnung laden.

 

Es war sehr viel chaotischer als unser letzter Umzug, bei dem wir zwei Wohnungen in einer gemeinsamen vereinten. Aber im Großen und Ganzen lief alles ziemlich gut und wir hatten auch dieses Mal wieder sehr tatkräftige und fleißige Helfer! Ich danke auch!

 

Der Lütte hat sich auch relativ schnell eingewöhnt und sich von der alten Wohnung verabschiedet und schien sie jetzt auch nicht zu vermissen. Was aber sehr auffällig war, war, dass er nur noch Blödsinn machte in der neuen Wohnung. Vor allem in der ersten Woche, das ging soweit, dass selbst den Erzieherinnen in der Kita auffiel, dass er überhaupt nicht gehorchte.

 


Der Grund war aber einfach zu finden. Er brauchte/wollte Aufmerksamkeit um jeden Preis, egal ob Positive oder Negative. Und das war total verständlich, denn wir waren so viel damit beschäftigt, Kartons ein- und auszuräumen, Lampen und Rollos anzubringen, die neue Wohnung wohnlich zu machen und die alte Wohnung in einem ordnungsgemäßen Zustand zu übergeben. Da viel die Spielzeit leider recht kurz aus. Und dann waren da noch so viele spannende Sachen, die man nicht anfassen durfte. Was für ein Dilemma, ich sag euch das.

 

Es geht zwar alles nur in kleinen Schritten und mit vielen Unterbrechungen voran, aber die Wohnung ist schon ganz wohnlich und der Alltag kehrt so langsam ein. Und damit auch die liebe Art von meinem Sohn.

 

 

Jetzt freu ich mich auf den Sommer, wenn die vielen Kinder, die hier mit eingezogen sind, auf dem Innenhof miteinander spielen können und ich mit meinem Mann auf der Terrasse ein Käffchen trinken und unseren Lütten beim Spielen beobachten kann.


Was ich sonst noch so vergessen habe

Und weil noch so viel mehr passiert ist, noch eine kleine Stichwortsammlung mit ein paar Bildern.

  • Unser neues Familienmitglied Polly
  • Die Hochzeiten von Zerrin, Sophie und Nina
  • Der Jahrhundertsommer und meine Spielplatzbräune - die kalte Jahreszeit nervt jetzt schon, man muss dem Lütten so viel anziehen...
  • Zeit mit der Familie
  • Viele Stunden in der Sporthalle, mit und ohne Kind
  • Meine ersten unbezahlten Shootings, der Aufbau meines Portfolios, Weiterentwicklung von mir und meinem Business, u.a. durch Judith Peters und Stephanie Schlicker bis hin zu meinem ersten richtigen Auftrag

Was kommt 2019?

Neben dem Käffchen auf der Terrasse, was kommt nächstes Jahr noch so auf mich zu, was möchte ich erreichen?

 

Ganz klar, ich möchte mein Business als Familienfotografin weiter ausbauen. Ich möchte bekannter werden, mehr Aufträge bekommen und dadurch natürlich auch mehr verdienen. Meine momentane Vorstellung ist es meinen Hauptberuf als Biologisch-Technische-Assistentin irgendwann zum Nebenberuf machen zu können. Aber das ist eher ein Ausblick auf die nächsten Jahre und nicht auf 2019. Mit 1-2 Aufträgen monatlich wäre ich fürs kommende Jahr schon sehr glücklich. Vor allem, da ich ab Januar auch keine 8 Stunden/Woche arbeiten werde sondern wieder 25 Stunden an 3 Tagen in der Woche.

 

Da kommen wir auch schon zum nächsten Ziel für kommendes Jahr. Ich bin seit dem ich im September wieder in meinen alten Job eingestiegen bin auf der Suche nach der Motivation und Leidenschaft, die ich vor der Elternzeit für diesen Beruf hatte. Ich kann nicht einmal genau definieren woran es liegt, aber für 2019 habe ich mir vorgenommen, diese wiederzufinden. Denn ohne Leidenschaft sind 3 Tage mit ca. 9 Stunden doch recht lang. Und an diesen Tagen würde ich meinen Sohn ja auch so gut wie gar nicht sehen, da sollte man schon ein wenig Spaß am Arbeiten haben.

 

Ich denke mit mehr Zeit, ist man auch wieder mehr in die Projekte involviert und hat auch seine Verantwortlichkeiten. Da kommt die Motivation auch schon von alleine wieder. Ich werde berichten wie es mir ergeht.

 

Und ein weiteres Projekt für 2019 wird es sein wieder mehr Zeit mit meinem Mann zu verbringen, z.B. beim Käffchen auf der Terrasse. :-P Die letzten zwei Jahre ist das wirklich viel zu kurz gekommen. Erst weil der Lütte einfach noch so klein war und man ihn nicht so richtig gut bei Dritten lassen konnte und jetzt wo er größer ist und das alles besser klappt, hatte ich mit meiner Selbständigkeit, meinem Wiedereinstieg ins Berufsleben und dem Umzug so viele Nebenschauplätze, dass wir immer noch nicht dazugekommen sind, regelmäßige Paarzeit miteinander verbringen zu können. Das soll sich nun aber ändern. Ich bin gespannt, wie wir das in unseren Alltag integrieren können, da meine eigene freie Zeit durch das Aufstocken der Stunden nicht mehr wird und Mann im kommenden Jahr eine nebenberufliche Ausbildung als Erzieher beginnen möchte…

 

Ich würde sagen wir brauchen ein sehr gutes Zeitmanagement :-D Oder der Tag mehr Stunden. Mal schauen, was zuerst eintrifft.

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Kommentare: 6
  • #1

    Maria (Freitag, 21 Dezember 2018 21:04)

    Wow.
    Was für ein gefühlvoller Jahresrückblick.
    Die Bilder sind der absolute Wahnsinn und eine bestätigung dafür, dass du dein herzensbusiness gefunden hast und dieses lebst und liebst!
    Schade, dass du so weit weg bist, sonst hätte ich eine sympathische Fotografin gefunden.

  • #2

    Silke (Freitag, 21 Dezember 2018 22:56)

    Liebe Maria,

    vielen lieben Dank für deine Worte. Es freut mich sehr das zu hören :-) und vielleicht bin ich ja irgendwann sowieso in deiner Nähe und dann können wir gerne ein Treffen ausmachen.

    Liebe Grüße
    Silke

  • #3

    Judith (Samstag, 22 Dezember 2018 07:26)

    Bei "Erwachsen werden heißt auch, zu begreifen, dass die Eltern nicht immer für einen da sein können." kamen mir die Tränen. Denn mir geht es genau so. Irgendwie habe ich die naive Vorstellung, dass wir alle einfach immer nur älter werden. Rein von der Vernunft her weiß ich natürlich, dass das nicht ewig so weitergehen kann, aber ich verdränge diesen Gedanken. Ich mache auch viele Fotos von meinen Eltern und v.a. dokumentiere ich ihre Kochkunst. Denn der Geschmack ihrer gefüllten Paprika, ihres Zakuszka, ihrer Kohlroulladen und Suppen ist etwas, das mir jedesmal das Gefühl gibt, wieder ein Kind zu sein.
    Ein wunderschöner Jahresrückblick.
    Ich wünsche dir ein tolles und glückliches 2019!

    LG Judith

  • #4

    Schwiegermama Katja (Samstag, 22 Dezember 2018 10:40)

    Hey Süße,
    das hast du mal wieder so richtig schön geschrieben, gefühlvoll, natürlich, optimistisch, positiv, liebevoll, humorvoll - wie du eben bist :-)
    Ich bin ja noch immer der Meinung, dass du neben deinem fotografischen Talent auch ein schriftstellerisches hast :-)
    Und von den Fotos hätte ich gerne ein paar :-)
    Wir lieben dich, Katja und Wolfgang

  • #5

    Silke (Samstag, 29 Dezember 2018 01:37)

    Liebe Judith,

    deine Worte rühren mich sehr und ohne dich hätte ich den Rückblick überhaupt nicht geschrieben. Danke nochmal dafür.

    Bei uns ist die Kochkultur nicht ganz so ausgeprägt, obwohl oder gerade weil mein Papa Koch ist �

    Aber du hast recht, es gibt immer ein Essen, das uns Kind sein lässt. Bei mir ist es ua die Semmelknödel an Heiligabend und dieses Jahr habe ich sie das erste mal selbst gemacht und mein Papa war so stolz.

    Aber mir gefällt der Gedanke, dass wir alle einfach nur älter werden sehr gut. Und wir sollten diese Zeit einfach immer mit Leben füllen. Dann wird auch alles seinen richtigen Weg gehen.

    Alles Liebe
    Silke

  • #6

    Silke (Sonntag, 30 Dezember 2018 23:28)

    Liebe Katja,

    danke für deine immer so lieben und mutmachenden Worte. Ich glaube ich bleibe vorerst beim Fotografieren, aber vielleicht schreib ich ja irgendwann ein Buch oder so :-D

    Alles Liebe,
    Silke



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