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Ich bin auf dem richtigen Weg

Wenn man sich selbstständig macht, mit einer Idee, einem Produkt oder einer Dienstleistung, fragt man sich wirklich sehr, sehr oft "Ist das der richtige Weg? War das die richtige Entscheidung? Kann ich das überhaupt?" Ich denke, bei den meisten wird es da immer Selbstzweifel geben. Denn man geht einen Weg, der ungewiss ist. Der vorher noch nicht sehr oft oder vielleicht sogar auch noch gar nicht gegangen worden ist. Und man hat keine Ahnung, wohin die Reise führen wird. Hat man Erfolg oder geht man sang und klanglos wieder unter.

 

Selbstzweifel sind auch bei mir lange ein Thema gewesen und sind es in gewissem Maße auch immer noch. Gerade in diesem kreativen Bereich der Fotografie, habe ich mich schon so oft gefragt "Bin ich überhaupt gut genug? Sind meine Bilder es überhaupt wert Geld dafür zu verlangen? Macht es Sinn ein Fotograf unter Hunderten in Hamburg zu sein? Warum sollten die Leute zu mir kommen?" Vor meiner Gewerbeanmeldung war mir zwar bewusst, dass die Aufträge nicht einfach so ins Haus flattern werden, aber dass es doch so schwer werden wird, bekannt zu werden, damit hatte ich nicht gerechnet. Im Schnitt dauert es ca. drei Jahre bis man sich eine gewisse Bekanntheit erarbeitet hat und regelmäßig Aufträge kommen. Nach dem ich das gehört hatte, war ich ein wenig beruhigter und konnte mein erstes Jahr als Lehrjahr betrachten.

 

Ich habe zwar nur wenige Familien fotografiert. Von ihnen habe ich aber durchweg positives Feedback bekommen. Sie waren glücklich mit ihren Bildern und hatten Spaß beim Shooting. Ich konnte für diese Familien wunderschöne Erinnerungen schaffen. Ich konnte tolle Eltern mit noch tolleren Kindern kennen lernen und mit jedem Shooting ein kleines Stück mehr über mich und meine Fotografie lernen. Ich habe im letzten Jahr auch so einiges über Preiskalkulation, Marketing und Mindsets gelernt. Und zum Jahreswechsel überkam mich so ein Gefühl, dass 2019 mein Jahr wird, dass in diesem Jahr etwas passiert, ein Knoten platzen wird.

 

Mit dem Gedanken auch Kitafotografie zu machen, hatte ich schon letztes Jahr kurz gespielt. Aber ziemlich schnell wieder verworfen, da ich dachte, dass ist nicht meine Art zu fotografieren. Ein Hintergrund, Blitzanlagen, Studioatmosphäre. Aber nach ein paar "zufälligen" Begegnungen und Gesprächen wusste ich, das möchte ich versuchen, das könnte mein Ding werden. Es fühlte sich von Anfang an richtig an und ich bekam so schnell sehr viele positive Rückmeldungen, dass ich merkte:

 

Die Welt wartet nur darauf, dass die Kitafotografie neu erfunden wird.

 

Und nach meinem ersten Testshooting in Sams Kitagruppe, bin ich mir noch sicherer, dass ich genau das machen möchte. Zu dieser Sicherheit tragen auch die Eltern der Gruppe bei, denn ich habe so viel schönes Feedback von ihnen bekommen, per Mail, per WhatsApp und auch per Telefon und von diesem Telefonat würde ich euch gerne kurz erzählen.

 

Ich saß gerade im Bus nach dem ich Sam in die Kita gebracht hatte, als mein Handy klingelte. Am anderen Ende war eine Mama von einem Mädchen aus Sams Gruppe. Sie begann das Gespräch mit einer Frage zur Onlinegalerie und danach fing sie an mich und meine Bilder zu loben. Sie war so begeistert und so verliebt in die Bilder ihrer Tochter. Sie sagte mir welches ihr Lieblingsbild sei und dass sie jedes Mal vor Freude und Glück Gänsehaut bekommt, wenn sie das Bild betrachtet. Sie erzählte mir, dass sie schon ganz fleißig Werbung für mich macht und die Bilder ihren Freunden zeigt und dabei sagt, dass nur ich solche Bilder machen könnte. Sie möchte jetzt auch gerne ein Familienshooting bei mir machen, denn ich soll auch unbedingt ihren Sohn und ihre ganze Familie fotografieren. 

 

Ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich mich dieses Telefonat gemacht hat und wie dankbar ich dieser Mama bin, dass sie mich angerufen hat. Ihre Freude, ihre Emotionen und ihr Glück zu hören war wunderschön und hat mich selber mit so viel Liebe erfüllt, die ich gar nicht so schnell auch in Worte fassen konnte. Sie hat mir gezeigt, dass ich wirklich auf dem richtigen Weg bin, dass mein Gefühl mich nicht getäuscht hat, dass die Welt bereit ist für echte Kitafotografie und dass meine Idee und meine Vision auch meinen Bildern wiederzufinden sind.

 

Es ist so ein schönes Gefühl zu wissen, dass man seinen Weg gefunden hat und es motiviert ungemein auch weiter hart dafür zu arbeiten um da hin zu kommen, wo man hin möchte. 

 

Und da ich mittlerweile schon ein paar Einwilligungserklärungen bekommen habe, möchte ich euch auch mal ein paar Bilder zeigen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Wolfgang (Donnerstag, 21 März 2019 04:41)

    "konnte mein erstes Jahr als Lehrjahr betrachten."
    Irrtum, Lehrjahre in Deutschland sind im Regelfall 3, dann kommen mindestens 2 Gesellenjahr dazu und dann kann man(n) oder Frau auf die MeisterSCHULE gehen um seinen Meister zu machen. :-)
    Ja und das; "Die Welt wartet nur darauf, dass die Kitafotografie neu erfunden wird. " hast du völlig richtig erkannt und das machst du auch.
    Viel Erfolg, bei allem, was du mit dem HERZen machst,
    Wolfgang

  • #2

    Silke (Donnerstag, 21 März 2019 07:13)

    Und wenn man es ganz genau betrachtet, lernt man ja nie aus ;-)

    Danke für deine lieben Worte, Wolfgang.

    Alles Liebe
    Silke