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Der erste Monat zurück im Labor

Wer meinen Blog ab und zu liest, weiß, dass ich große Bedenken hatte, wieder mehr in meinem Hauptjob zu arbeiten. in den letzten vier Monate gestalteten sich die Arbeitstage stressig und zäh zugleich. Stressig weil ich 4 Stunden gearbeitet habe, nur einen 5 Stunden Kita Gutschein hatte und einen Anfahrtsweg von 30 Minuten. Also Sam abgeben, zum Bus eilen 4 Stunden arbeiten, wieder zum Bus eilen um Sam abzuholen. Und durch das Platz Sharing hatte ich auch eine bestimmte Uhrzeit bis wann ich ihn abholen musste und dementsprechend auch morgens eine Zeit bis wann ich ihn spätestens bringen musste, damit das mit der Arbeit auch alles klappte.

 

Auf der Arbeit ging es ab und zu auch in dem Sinne stressig zu, dass manche Experimente einfach ihre Zeit brauchen (unabhängig wie schnell man selber arbeitet). So kommt man einfach immer unter Zeitdruck und das obwohl die Zeit auf der Arbeit eher zäh dahin floss. Dafür war ich zu wenig in die Projekte involviert, zu wenig Verantwortung, zu wenig zu tun. Und das was erledigt werden musste, waren diese Aufgaben, die keiner gerne macht und, wenn vorhanden, gerne auf den Praktikanten abgewälzt werden.

 

Kurz: Ich war echt unglücklich und der Gedanke ab Januar die dreifache Zeit im Labor "abzuhängen" hat mich echt mitgenommen. Vor allem weil mir dann noch mehr Zeit zum Fotografieren "geklaut" werden würden.
Und ja, es gibt weiterhin diese Leerlauftage, an denen nicht viel zu tun ist. Diese ziehen sich auch wirklich unfassbar lang hin. ABER: die Projekte kehren langsam ein, genauso die Verantwortlichkeiten. Z.B. fängt im Februar ein Bachelorstudent bei uns an, der seine Arbeit bei uns schreiben soll und den ich mit einarbeiten werden. Eine der Sachen, die besonders gerne in meinem Job mache, Wissen vermitteln. Vorausgesetzt mein Gegenüber möchte auch lernen.
Und ein großer, sehr großer Vorteil daran, volle Tage zu arbeiten, ist die Zeit. Man schafft so viel mehr mit so viel weniger Stress und Zeitdruck. Klar, wenn Olaf einen Frühdienst hat, muss ich Sam morgens in die Kita bringen und das so früh wie möglich, denn ich möchte schon früh anfangen, damit ich nach Feierabend mein Kind noch sehen kann. Und das bedeutet einen Wecker der vor 6 Uhr klingelt. Als Morgenmuffel echt schlimm. Und ich habe an 2 von meinen 3 Arbeitstagen auch noch Training von 20-22 Uhr, also auch wirklich lange Tage, aber so ist es mir definitiv lieber als 5 mal dieses Abhetzen und nirgends wirklich da sein. Und auch wenn der Job sehr anstrengen und stressig sein kann, hat man einfach viel mehr Momente der Ruhe, des kurz mal nicht präsent sein und man kann normal reden, ohne vereinfachte Sätze oder langsames und gut artikuliertes Sprechen. :-D Diese ganzen Tatsachen machen einen Tag im Labor sehr viel weniger anstrengend als einen 9 Stunden Tag mit dem Kind alleine.
Bisher klappt auf jeden Fall auch alles ganz gut und Olaf weiß nach 4 Wochen auch, dass ich nun 3 Tage pro Woche arbeite. In der ersten Woche fragte er mich zwischenzeitlich etwas verwirrt, warum ich denn so früh aufstehe. Ich antwortete, ich müsse zur Arbeit. Darauf schaute er mich noch verwirrter an und sagte: "Du arbeitest doch nur 2 Tage, oder?" 25 Stunden in 2 Tagen... Genau. 😂 Naja, ist halt für uns alle eine neue Situation und ein neuer Familien-Lebensabschnitt. So wie direkt nach der Geburt muss sich auch jetzt erstmal wieder alles finden, die Rollen wieder neu verteilt werden.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass sich die Zeit auf der Arbeit als nicht so schlimm herausstellt, wie ich zwischendurch befürchtet hatte. Und bisher kann ich sagen, finde ich einen vollen Tag arbeiten entspannter, als einen vollen Tag Mama sein.
Nur der Feierabend fehlt...:-P
In diesem Sinne, bis bald ihr Lieben.

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