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FAQ - 5 Dinge, die ihr bei einem Neugeborenenshooting beachten solltet

 

Ein Neugeborenenshooting ist immer etwas ganz besonderes. Für euch als Familie, aber auch für mich als Fotografin. Wie werden die kleinen Wesen auf diese fremde Situation und auch Person reagieren? Werden sie gut schlafen oder eher unruhig sein? Und wie reagieren die Eltern darauf, wenn sie ihr Baby in andere Hände geben? Das sind alles Fragen, die ich mir stelle und dessen Antwort ich erst während des Shootings beantwortet bekomme. Aber auch ihr habt im Vorfeld sicher einige Fragen. Vielleicht kann ich euch mit dem heutigen Artikel ein paar davon beantworten.

 

Grundsätzlich spricht man von einem Neugeborenenshooting, wenn es es in den ersten 14 Lebenstagen des Babys stattfindet. Bei einem Frühchen könnt ihr euch natürlich auch etwas mehr Zeit lassen. Es gibt auch Situationen, bei denen es nicht möglich ist innerhalb der ersten 14 Lebenstage ein Shooting zu machen. Dann könnt ihr auch noch bis zum 21. Lebenstag ein Neugeborenenshooting machen lassen. Seid euch hierbei nur bewusst, dass es vielleicht nicht die ganz typischen Neugeborenenbilder sein werden. Da das Baby einfach schon etwas größer ist und weniger tief schläft.

 

Was gibt es eigentlich bei einem Neugeborenenshooting zu beachten? Müssen wir etwas vorbereiten? Das sind zwei Fragen, die ich häufiger schon gehört habe und ich möchte euch ein paar Tipps geben, was ihr tun könnt, damit euer Neugeborenenshooting so entspannt wie möglich abläuft. 

 

1. Macht es euch muckelig warm

Die kleinen Babys sind es gewohnt in Mamas Bauch zu sein, dort war es immer ganz schön warm. Die Welt außerhalb von Mamas Bauch ist für so ein kleines Baby wirklich kalt. Daher solltet ihr eure Wohnung oder euer Haus vor dem Shooting schön aufwärmen. Dreht die Heizung auf und wenn ihr einen freien Heizstrahler habt, stellt ihn schon mal bereit. So fühlen sich eure Kleinen auch nackig pudelwohl.

 

2. Die Uhrzeit kann entscheiden sein

Auch wenn neu geborene Babys noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus haben, gibt es Tageszeiten, an denen die Meisten entspannter sind und welche, da sind die Meisten eher unruhig.

Für die Kleinen ist jeder Tag sehr aufregend und auch Dinge, die für uns alltäglich sind, sind für kleine Babys sehr spannend. Sie nehmen vom ersten Tag an unendlich viele neue Eindrücke auf und genau diese müssen am Nachmittag und frühen Abend verarbeitet werden. Daher eignet sich diese Tageszeiten nicht so gut für ein Shooting. Die Kleinen sind meistens  sehr unruhig, schlafen schlecht ein und wollen viel häufiger an die Brust bzw. die Flasche (Cluster-Feeding). 

Am besten sollte ein die Fotos am frühen Vormittag entstehen. Da sind die Babys am enspanntesten, müssen noch nicht viel verarbeiten und schlafen meistens nach dem Stillen recht schnell und gut ein. Da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt.

 


 

3. Hunger und schlechte Laune kommen oft zusammen

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich kann wirklich knatschig werden, wenn ich Hunger hab. Im englischen gibt es dafür sogar einen Ausdruck, nämlich "hangry", eine Mischung aus hungry und angry. Wie ich finde, eine perfekte Beschreibung. 

Eure Kleinen geht es da nicht anders. Sie werden vielleicht nur noch schneller hangry, denn für sie ist es lebensnotwendig regelmäßig ihren Hunger zu stillen. Daher solltet ihr kurz vor unserem Termin eurer Baby stillen oder ihm das Fläschen geben. Aber bitte stresst euch keinesfalls damit, selbst wenn ich schon da bin, könnt ihr das kleine Wunder noch in aller Ruhe füttern. Das ist in meinem Zeitplan immer mit eingeplant.

 

4. Zeit, Zeit und nochmal Zeit

 

Apropos Zeitplan. Ich plane immer ganz viel Zeit für euer Neugeborenenshooting ein. Denn gerade bei diesen kleinen Wesen, weiß man nie, was einen erwartet. Still-/Fläschen-/Wickel- oder Kuschelpausen müssen immer mal wieder sein und damit keiner von uns in Zeitnot gerät, habe ich an eurem Shootingtag auch keine weiteren Termine am (Vor)Mittag. Ich bin dann ganz für euch da. Und das möchte ich euch auch als Tipp mit auf den Weg geben. Nehmt euch an dem Tag nicht mehr allzu viel vor. Ersten habt ihr keinen Druck noch irgendwo pünktlich sein zu müssen und zweitens ist so ein Shooting auch für eure Kleinen sehr aufregend, selbst wenn es die meiste Zeit schläft. Da sei ihm am Nachmittag ein wenig Entspannung und Ruhe gegönnt.

 


 

5. Entspannte Eltern, entspannte Babys

Der letzte Punkt ist weniger ein Tipp als mehr eine Feststellung. Kinder und Babys sind wirklich unglaublich feinfühlig, was die Stimmungen um sie herum und vor allem ihrer Bezugspersonen angeht. Für sie ist es enorm wichtig zu merken, ob ihre Eltern entspannt sind oder ob evtl. gerade Gefahr im Verzug ist und die Eltern deshalb angespannt sind. Eure Gemütslage schlägt sich auch auf euer Baby. Fühlt ihr euch wohl, tut es euer Baby auch. Manchmal kann man es als Elternteil nicht unbedingt abstellen, dass man nervös ist, wenn eine mehr oder weniger fremde Person sein eigenes kleines großes Glück in den Händen hält. Aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, dem entgegen zu wirken.

  • Lernt euren Fotografen vorher kennen. Wenn ihr euch frühzeitig um einen Fotografen kümmert, könnt ihr ihn auch schon im Vorfeld etwas kennen lernen. Ihr könnt mit ihm telefonieren, euch mit ihm treffen und auch Fragen stellen. So bekommt ihr ein Gefühl für den Menschen, der euer Baby ggf. in den Händen halten wird.
  • Bei mir bekommt ihr vorrangig Familienbilder. Mein Fokus liegt auf der Beziehung zwischen dir, deinem Partner und deinem Baby (und Geschwisterkinder) und weniger auf Bildern, die euer Baby in irgendeiner Pose zeigt. Wenn ihr euch aber genau solche Bilder wünscht, können wir diese auch gerne machen und dann kann folgender Tipp hilfreich sein. Wenn ihr grundsätzlich vertrauen in den Fotografen habt. Das sollte übrigens ein wichtiges Kriterium für die Buchung sein. Ihr euch während des Shootings aber trotzdem nervös fühlt, kann es helfen, wenn ihr erstmal aus dem Raum geht und z.B. nur euren Partner zuschauen lasst. Gerade bei Mamas, die etwas unruhig sind, kann das sehr hilfreich sein, da sie dazu noch nach der geliebten Milch riechen. Das ist aber eine Entscheidung, die ihr aus dem Bauch heraus treffen solltet. 
  • Wenn es für euch keine Option ist aus dem Raum zu gehen, gibt es noch eine schöne und entspannte Variante. Und meine liebste Art zu Fotografieren. Das Baby bleibt auf Mamas oder Papas Arm. Dann sind meistens alle am enspanntesten. Das Baby fühlt sich wohl, wird warmgehalten durch die Körperwärme, hört den vertrauten Herzschlag und riecht die Eltern. Und die Eltern haben ihr Baby auf dem Arm, was viele auch direkt entspannen lässt. Das einzige was euch dann bewusst sein sollte, ist, dass die Bilder anders werden. Euer Baby ist dann nicht in einem süßen kleinen Set drapiert mit ausgewählten Farben und Deko, sondern liegt in eurem Arm, mit eurer Kleidung als Hintergrund und wird mehr im dokumentarischen Stil fotografiert. Auch hier entscheidet ihr, was ihr wollt und was euch wichtig ist. Ich bin da ganz flexibel.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Tipps und Anregungen an die Hand geben, so dass ihr euch gut vorbereitet fühlt, wenn ich zu euch nach Hause komme und euer kleines Wunder fotografieren darf.

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